Nigeria – Afrika
In Westafrika befindet sich der Bundesstaat Nigeria mit einer Fläche von 923.768 Quadratkilometern. Er grenzt an Kamerun, den Tschad, Niger und Benin und gilt als das bevölkerungsreichste Land Afrikas. In Nigeria wird vor allem Hausa, Igbo und Yoruba gesprochen, außerdem noch 434 weitere Sprachen wie Edo. Die Amtssprache ist aber Englisch. Das Klima in Nigeria ist sowohl tropisch feuchtheiss mit einer ergiebigen Regenzeit. Die Temperaturen liegen bei circa 30°C, nachts kühlt es kaum ab. Im Norden Nigerias herrscht Wüstenklima mit bis zu 50°C. Im Jahr 1861 begann die Kolonisierung durch Großbritannien. Erst fast 100 Jahre später, 1960 erhielt Nigeria mit einer föderalen Verfassung die Unabhängigkeit. Interessante Sehenswürdigkeiten sind unter anderem das Nationalmuseum in Onikan auf der Insel Lagos, die Insel Lagos selbst, der Markt von Ibadan. Im Museum in Ife sind Bronze- und Terrakottaskulpturen aus dem 13. Jahrhundert ausgestellt. Auch die kreisförmig angeordneten Monolithen in Ikom sind sehenswert.
Das Freilichtmuseum von Jos zeigt Nachbildungen der unterschiedlichen traditionellen Bauweisen des Landes. Ebenfalls in Jos befinden sich der Zoo und das Museum, welches die Keramik-Gegenstände der Nok-Kultur aus dem ganzen Land zusammen getragen hat. Der Palast des Emirs und die Altstadt von Kano sind sensationell. Die Kulturlandschaft von Sukur sind Bergdörfer mit Terassenfeldern an der Grenze zu Kamerun und wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Das Nationalmuseum in Benin City stellt königliche Kunst aus. Im Museum von Oron sind Ibibio- und Efik-Schnitzereien zu sehen. Sehenswerte Naturschönheiten sind die Assob-Wasserfälle bei Jos, die Olumirin-Wasserfälle bei Akure, der Tschad-See und die Berglandschaft um Biu.
